Fr

27

Jan

2012

Top-Manager Jörg Eschenbach lebt auf Campingplatz

Hamburg (rtn/ub) Jörg Eschenbach ist erfolgreicher Manager in der internationalen Bauindustrie. Gemeinsam mit seiner Frau plante er einen Umzug von Stuttgart nach München. Problem: Die neue Wohnung ist noch nicht bezugsfertig und die alte schon vermietet. Eschenbach beschließt, zum Entsetzen seiner Frau, die wohnungslose Zeit auf einem Campingplatz zu verbringen. Von dort aus startete der 57-Jährige zu seinen Terminen mit Geschäftspartnern. Über seine Erlebnisse auf dem Campingplatz hat Eschenbach ein Buch ("Thalkirchen Report") geschrieben. Bei "Markus Lanz" berichtet Eschenbach vom Alltag auf dem Campingplatz, erzählt, wie die neuen Nachbarn auf den Manager im Nadelstreifenanzug reagierten und verrät, ob er seine Frau vom Camperleben überzeugen konnte.


(Quelle:  27. Januar 2012, 14:10 Uhr http://www.rtntvnews.de/news/5102/Top-Manager-Joerg-Eschenbach-lebt-auf-Campingplatz/ )

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Mi

11

Jan

2012

Fachkräfte aus dem Ausland gefragt

erstellt 10.01.12, 20:39h, aktualisiert 10.01.12, 22:39h
Bauarbeiter
Bauarbeiter auf der Baustelle. (FOTO: ARCHIV/DPA)
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BERLIN/HALLE (SAALE)/AFP/MZ. Die deutsche Bauindustrie will verstärkt Fachkräfte aus dem Ausland anwerben. Die Regelung, laut der zuerst im Inland nach Arbeitskräften gesucht werden müsse, ehe ausländische Fachkräfte angeworben werden dürfen, solle nicht nur für Elektro-, Maschinenbau- und Fahrzeugbauingenieure, sondern auch für Bauingenieure aufgehoben werden, forderte der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Thomas Bauer. Die Reserve aus arbeitslosen Bauingenieuren sei fast vollständig abgebaut.

Im abgelaufenen Jahr seien im Schnitt nur noch 3 000 Bauingenieure arbeitslos gewesen, 17 Prozent weniger als 2010. Die Zahl der Baufacharbeiter ohne Beschäftigung sei um 22 Prozent auf 43 000 zurückgegangen. Umgekehrt sei die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im Jahresdurchschnitt um 2,5 Prozent auf 734 000 gestiegen. Im laufenden Jahr werde sich die Zahl der Beschäftigten in der Branche vermutlich auf diesem Niveau halten.

Aufträge nicht angenommen

Auch in Sachsen-Anhalt gehen die Bauingenieure aus. Der Bauindustrieverband warnt bereits davor, dass die Ingenieurlücke die Baukonjunktur bedroht. "Der erhebliche Mangel an Spezialisten führt dazu, dass einzelne Firmen nicht alle Aufträge wie geplant abarbeiten können", sagte Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Sachsen-Anhalt, zuletzt der MZ.

Wie rar Bauingenieure im Land bereits sind, belegt nach Worten von Momberg die Statistik. Im Juli 2011 waren bei der Agentur für Arbeit 167 arbeitslose Bauingenieure im Land registriert. Im Vergleichsmonat 2005, also auf dem Höhepunkt der letzten Baurezession, waren es knapp 1 000.

Leichtes Wachstum erwartet

Die Baubranche rechnet nach dem zweistelligen Umsatzzuwachs 2011 für dieses Jahr mit einem erheblich geringeren Wachstum. Felix Pakleppa vom Zentralverband des Deutsches Baugewerbes (ZGB) sagte zum Auftakt der Baufachmesse "Deubau" in Essen ein Plus von 1,6 Prozent voraus. Der Hauptverband der Bauindustrie, der vor allem Großkonzerne zu seinen Mitgliedern zählt, ist etwas optimistischer und rechnet mit einem Wachstum von 2,5 Prozent.

2011 hatte der Branchenumsatz noch um 10,5 Prozent zugelegt. Die Ursache für den schwächeren Zuwachs in diesem Jahr sieht Pakleppa vor allem in der "weiterhin unzureichend beherrschten Euro- und Finanzkrise". In deren Folge seien Aufträge storniert und wenig Kredite bereitgestellt worden. Im vergangenen Jahr hätten steigende Einkommen und ein stabiler Arbeitsmarkt für Aufträge gesorgt. Es sei aber nicht gelungen, höhere Preise am Markt durchzusetzen, obwohl die Herstellungskosten stiegen, klagte der Verband.

 

 

Quelle: 11. Januar 2012, 14:35 Uhr: ( http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1321007893761&openMenu=1013016724684&calledPageId=1013016724684&listid=1018881578399 )

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Do

17

Nov

2011

Russischer Panzer im Schlamm der Warnow entdeckt

Russischer Panzer im Schlamm der Warnow entdeckt
Bauarbeiter Ralf Kajewski (48) fand bei Arbeiten einen T34 Panzer.
Foto: Söllner
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Rostock (OZ) - Bei Bauarbeiten an der Schleusenbrücke am Mühlendamm wurden am Mittwoch die Überreste eines russischen Panzers T 34 aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Kanone und Panzerturm wurden freigelegt und vom Kampfmittelräumdienst des Landes inspiziert. Munition, darunter sechs Granaten, wurde sichergestellt. Außerdem kamen Knochenreste zum Vorschein, die wahrscheinlich der Besatzung zuzuordnen sind.

Am Donnerstag-Vormittag wird der tonnenschwere Panzerkopf am Mühlendamm per Kran gehoben und zur weiteren Auswertung gebracht.

 

(Quelle: http://www.ostsee-zeitung.de/rostock/index_artikel_komplett.phtml?param=news&id=3291462 ;  17. November 2011; 10:00)

 

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Mo

14

Nov

2011

Baupfusch beim BND

Baupfusch beim BND

von Thomas Loy

Weil eine Firma Lüftungskanäle falsch montierte, stehen Mehrkosten in Millionenhöhe ins Haus

Berlin - Der Neubau des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Mitte verzögert sich und wird voraussichtlich teurer. Grund ist „Pfusch am Bau“, sagte Andreas Kübler, Sprecher des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Die Klimatechnik im Hauptgebäude – zu rund einem Drittel fertiggestellt – muss wahrscheinlich wieder abgerissen werden. Dadurch entstünden „Kosten- und Terminrisiken“, sagte Kübler, „aber wir versuchen das aufzuholen“. Der Pfusch wird auf mehrere Millionen Euro beziffert.

Schuld an der Panne trifft nach Darstellung des BBR ausschließlich die mittelständische Firma, die mit der Klimatechnik beauftragt worden war. Sie habe grundlegende Hygienevorschriften nicht beachtet, sagt Kübler. Der Firma wurde inzwischen gekündigt. Es bahnt sich ein Rechtsstreit um ausstehende Zahlungen an. Der Auftrag für die Klimatechnik muss komplett neu ausgeschrieben werden.

Konkret geht es um fehlerhaft verlegte Lüftungskanäle aus Zinkblech. An den Nahtstellen der Bauteile sei eine Dichtungsmasse „großflächig verschmiert“ worden. Im Betrieb der Anlage könnte die Masse zu einem „Nährboden für Bakterien“ werden. Außerdem habe es die Firma versäumt, Aufkleber auf der Innenseite der Kanäle zu entfernen. Die Blechteile seien zudem verschraubt und nicht – wie vorgesehen – vernietet worden. Die Spitzen der Schrauben ragten sogar ins Innere der Kanäle, erklärte Kübler.

Die Firma sei schon im Januar dieses Jahres aufgefordert worden, die Mängel zu beseitigen. Trotz mehrerer Fristsetzungen habe die Geschäftsführung aber nicht reagiert. Der Auftrag für die Klimatechnik hat ein Volumen von knapp zehn Millionen Euro. Das Neubauvorhaben kostet insgesamt 811 Millionen Euro, nach derzeitigem Stand. Ursprünglich waren rund 750 Millionen Euro angesetzt. Ein Teil der Mehrkosten geht auf das Konto „erhöhte Sicherheitsaufwendungen“. Das Wachpersonal auf dem zehn Hektar großen Areal an der Chausseestraße musste aufgestockt werden, um die Tausenden Bauarbeiter intensiver zu kontrollieren. Die Planer waren davon ausgegangen, dass alle Bauarbeiter einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden können. Das erwies sich jedoch als realitätsfern. Wie viele Sicherheitsleute auf der Großbaustelle tätig sind, wollte Kübler nicht verraten.

Im Hauptgebäude hat inzwischen der Innenausbau begonnen. Erste „Musterbüros“ sind eingerichtet, um zu testen, ob alle Komponenten zusammenpassen. „Wir kommen gut voran“, sagt Kübler. Bis auf die Panne bei der Klimatechnik laufe alles nach Plan. Im Frühjahr 2012 soll mit der „Südbebauung“ begonnen werden, also den Gebäuden für die Spionageschule samt Internat und dem Besucherzentrum inklusive BND-Shop. Im Sommer 2014 soll das Hauptgebäude an die 4000 Mitarbeiter übergeben werden.

Im Juli dieses Jahres hatte eine andere Panne den BND-Neubau überschattet. Baupläne für die Logistik- und Technikzentrale im Norden des Geländes waren aufgetaucht. Thomas Loy

  • Erschienen am 08.11.2011 auf Seite 14

 

(Quelle: http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/593640/ ; 14. November 2011, 14:06 )

 

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Mo

14

Nov

2011

Was ist Gesellschaft gegen Grillenzirpen?

Was ist Gesellschaft gegen Grillenzirpen?

Ai Weiwei: Ausstellung im Kunsthaus Bregenz

Mit dem chinesischen Menschenrechtsaktivisten in den Mond gucken
Mit dem chinesischen Menschenrechtsaktivisten in den Mond gucken ...

Wer spielt mit wem und wer benutzt wen? Diese Frage stellt sich bei der aktuellen Ausstellung des chinesischen Künstlers und Menschenrechtsaktivisten Ai Weiwei im österreichischen Bodenseestädtchen Bregenz. Versucht hier ein Kunsthaus in der Provinz, sich spektakulär in den Vordergrund zu spielen? Gelingt es einem Einzelkünstler, Gewicht und Renommé einer Institution für seine Zwecke zu vereinnahmen? Oder sind die Besucher und Bewohner dieses Festspielortes in idyllischer Lage Zeuge einer neuen, globalen Form der Verknüpfung künstlerischer und politischer Strategien?

»Free Ai Weiwei« steht in großen klaren Lettern auf der kühlen Kunstbox Peter Zumthors in Bregenz. Das ist eine klare Positionierung für den chinesischen Konzeptkünstler und Kunstprovokateur, der in seinem Bestreben, Kommunikationen in und über die Gesellschaft seines Heimatlandes anzuregen und ihr dadurch zu größerer Offenheit zu verhelfen, sogar sein Leben und seine Gesundheit als Pfand einsetzt.

Ähnliche Radikalität, ohne jedoch den dezidiert politischen Ansatz Ai Weiweis, zeichnete in der Kunst der Postmoderne zuletzt die Performerin Marina Abramovic aus. Interessant ist, dass beide Emigranten aus Gesellschaften des Ostens sind, die erst die Erfahrung eines alltäglichen Lebens in den Vereinigten Staaten zur Ausbildung eines Interesses am Erkunden des Extremen trieb.

Pikant in Bregenz ist nun: Zum Zeitpunkt, da die Lettern mit der Freiheitsforderung auf dem Kunsthaus montiert wurden, kam der Künstler, mit dem die Ausstellung schon lange vor seiner Verhaftung besprochen und vereinbart worden war, überraschend aus dem Gefängnis. Die Aufforderung »Free Ai Weiwei« geht seitdem ins Leere, selbst wenn dem Künstler in China nicht alle Freiheitsrechte zugestanden werden; er steht de facto unter Hausarrest.

Die Buchstabenkombination in ein triumphales »Ai Weiwei Free« umzuwandeln und dabei den Verschiebemechanismus der Großlettern sichtbar stehen zu lassen, als ein Zeichen für den medialen Empörungsapparat, das trauten sich die Verantwortlichen des Kunsthauses nicht. So bleibt die verspätet angebrachte und seitdem unveränderte Aufschrift weiter lesbar. Entweder als eine permanente Aufforderung zur allumfassenden Freiheit dieses Künstlers – was in letzter Konsequenz in eine Auffrischung des philosophischen Disputs über die Willensfreiheit mündet –, oder als die kühle Erwartung, dass sich der Ausspruch durch neuerliche Brisanz auflade.

Besucher aus aller Welt wollen wissen, was diesen Künstler, der so viele Schlagzeilen verursacht, eigentlich auszeichnet. Sie werden – zunächst – weitgehend enttäuscht. Denn es handelt sich vornehmlich um Präsentationen des architektonischen Werks von Ai Weiwei. Skizzen und Modelle des als Vogelnest bekannt gewordenen

Olympistadions von Peking sind zu sehen, kleinere Bauten für Galeristen sowie von Ai Weiwei initiierte Stadtplanungen.

Dabei stellt sich ein interessanter Kontrast aus Verspieltheit und Filigranität heraus (wie etwa beim Stadionprojekt) und klarer, fast konfuzianischer Nüchternheit – wie etwa bei der aus vier Kuben bestehenden Tsai Residence in Ancram, New York oder dem aus scheibenartigen Klötzchen bestehenden Five Houses Project. Eine Synthese beider Aspekte ist bei der Planung des neuen Stadtteils Jindong der chinesischen Millionenstadt Jinhua und bei dem Fantasieprojekt »Ordos 100« für die Steppe der Inneren Mongolei sichtbar.

In Jinhua werden die monotonen Klötze des chinesischen Baugewerbes dank des durch Ai Weiwei vermittelten Engagements des schon für das Pekinger Stadion verantwortlich zeichnenden Büros Herzog & de Meuron in Wellenstrukturen aufgelöst. »Ordos 100« wiederum stellt ein in 100 gleich große Grundstücke aufgeteiltes Gebiet dar, in dem 100 aus aller Welt stammende Architekturbüros Projekte für Einfamilienhäuser vorstellen können. Gemäß Ai Weiweis Beobachtung, dass im Westen ein differenzierteres Nachdenken über Architektur anzutreffen ist, sind die 100 Flächen mit einer Vielheit von Formen und Ansätzen bedeckt. Das in China aus Holz gefräste Großmodell zeigt schon die verschiedenen Umrisse.

Als Diskussionsforum über Nutzen, Möglichkeiten und Beschränkungen von Architektur ist »Ordos 100« sicherlich phänomenal. Ärgerlich ist jedoch, dass weder hier noch in den anderen, den eigentlichen Bauprojekten, Art und Umfang der Tätigkeit des ArchitekturLaien Ai Weiwei präzise benannt ist. Kommt dem chinesischen Partner eher die Rolle einer Muse, eines Katalysators von kreativen Prozessen zu? Oder versuchen hier, wie es »Die Zeit« vermutete, »gerissene Westler den Namen des

aufrechten Künstlers zum eigenen Vorteil als Marketingtool zu missbrauchen – die Architekturbüros ebenso wie jetzt auch das Bregenzer Kunsthaus?

All diese Fragen bleiben offen. Ein Verdienst der Ausstellung ist es auf jeden Fall, die Fragen über die Rolle und Funktion von Künstlern in arbeitsteiligen Prozessen unter den Bedingungen der weltweiten Aufmerksamkeitsgesellschaft aufgeworfen zu haben. Die Ausstellung, deren eigentlichen Namen »Ai Weiwei. Art/Architecture« man wegen des überwölbenden Freiheitsbogens glatt vergisst, sorgt für fruchtbare Irritationen.

Sogar in einen Zustand der Versöhnung tritt man beim Betreten des dritten Stockwerks ein. Dort sind die sogenannten »Moon Chests« ausgestellt, große hölzerne Kästen, gebaut ohne Schrauben und Nägel, an der zentralen Achse zwei Löcher. Hintereinander gestellt ergeben sich beim Durchgucken verschiedene Mondkonstellationen. Mit einfachen Mitteln ist der Himmel ins Kunsthaus gekommen. Der Lauf des Erdtrabanten symbolisiert das Vergehen von Zeit und erinnert an eine Regelhaftigkeit, in der gesellschaftliche Ereignisse geringer noch als Grillenzirpen anmuten.

Was ist Freiheit, wenn selbst so ein Brocken wie der Mond dazu gezwungen ist, ist den Augen seiner Betrachter in immergleichem Rhythmus zu schrumpfen, zu vergehen und wieder zu wachsen?

Ai Weiwei, Art/Architecture, Kunsthaus Bregenz, bis 16. Oktober, Di bis So 10-18 Uhr. www.kunsthaus-bregenz.at

 

(Quelle:http://www.neues-deutschland.de/artikel/204986.was-ist-gesellschaft-gegen-grillenzirpen.html ; 14. November 2011, 13:30)

 

 

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